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kurze Anmerkung


Die Bandbreite der in unseren heutigen Haushalten anzutreffenden antiken Möbel spannt sich vom unscheinbaren Lieblingsstück aus Omas Zeit bis zum “musealen Spitzenobjekt”. Die Wertschätzung durch ihre Besitzer richtet sich nicht zwingend nach dem realen Wert, oft steht der ideelle Wert im Vordergrund.
Alle Möbelstücke haben jedoch eins gemeinsam: sie verändern sich im Laufe der Jahrhunderte. Sei es durch Abnutzung und Beschädigung im Gebrauch oder

durch Feuchtigkeitsschäden, Austrocknung in zentralbeheizten Räumen oder einfach durch die Folgen der Nichtachtung - etwa Tiefschlaf in Kellern, Speichern oder Scheunen. So manches spätere Schmuckstück diente vorher als Werkzeugschrank im Keller oder als zweckentfremdetes Behältnis für Gartenutensilien oder gar als praktischer Aufbewahrungsort für Öl- und Lackdosen.

Hier setzt die Arbeit des Restaurators ein. Es gilt die dem Verschleiß unterworfenen Bauteile zu ersetzen, fehlende Stücke zu ergänzen und weitere der Gebrauchstüchtigkeit dienende Maßnahmen zu ergreifen. Dabei steht der Werterhalt und die Originaltreue im Vordergrund. Die Substanz des Möbels soll so weit wie möglich erhalten bleiben. Hierzu zählen auch individuelle Gebrauchsspuren, die den Charme und den Charakter eines alten Möbelstückes ausmachen. Behutsamer Umgang mit diesen “Lebensspuren” gehört zu einer fachgrechten Restaurierung.
Nicht jedes Möbel kann geschont werden. Wo es um reine Gebrauchsmöbel geht, wird die Wahl der Bearbeitungsmethode und die Verwendung belastbarer Materialien dem Verwendungszweck entsprechend mit dem Kunden abgesprochen.